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Hyperstar


Die digitale Schmidt-Kamera - mit Hyperstar System

Die Celestron Schmidt-Cassegrain-Optik (die auf der genialen Idee von Bernhard Schmidt beruht) knüpft nach 50 Jahren - pünktlich zum kommenden Celestron Firmenjubiläum - wieder an ihre Anfänge an, sie wird zur Schmidt-Kamera für die digitale Zukunft der astronomischen Bildaufnahme.

Der an sich geniale Gedanke, die gerade beim SC-System extrem kurze Hauptspiegelbrennweite von f/2 direkt zugänglich zu machen, wurde - vor 10 Jahren - erstmals mit dem von Celestron entwickelten Fastar-Optiksystem umgesetzt. Damit hatte man plötzlich ein Öffnungsverhältnis wie eine Schmidtkamera und fast ein ganzes Grad Himmelsfeld zur Verfügung.
Es zeigte sich bald, dass die Bildqualität nicht in den Griff zu bekommen war. Bei f/2 verzerrte der kleinste optische Fehler und die geringste Schieflage der Bildfeldebene jeden Stern zu einem matschigen Fleck. Auch die damals noch unvollkommenen Montierungen, die umständliche Handhabung der Fastar-Mechanik, der hohe Preis der CCD-Kameras (und die Nichtexistenz von DSLR-Kameras), all das führte letztlich zum Dornröschenschlaf dieser Idee. Weite Himmelsfelder wurden nach wie vor mit Schmidtkameras auf Emulsionsfilm aufgenommen.

Über die Jahre wuchs jedoch die Leistungsfähigkeit und Chipgrösse der CCD Kameras und Dank der DSLR-Revolution (vor allem der Kameras mit Live View und dem BAADER H-alpha Astro Upgrade) entsteht momentan eine ganz neue Dimension für die Astrofotografie in punkto Preis, Leistung und Handhabung.

Jetzt erst ist die Zeit reif für eine Neubelebung der ursprünglichen Fastar Idee!

Die anfänglichen Unzulänglichkeiten im Fastar Optikdesign wurden bei dem HyperStar - Linensatz mit Hilfe neuester Software völlig ausgemerzt und die Mechanik erlaubt nun eine Beherrschung und feinfühlige Einstellung der Bildfeldlage.

Durch die einfache Adaption der HyperStar Optik in die Schmidtplatte, wechseln Sie innerhalb kürzester Zeit zwischen dem Einsatz Ihres SC Teleskops in der Originalkonfiguration (z.B. für die visuelle Beobachtung oder die Aufnahme hochaufgelöster Mond- oder Planetenaufnahmen mit WebCams) in die professionelle Großfeld Astrofotografie mit riesigem Bildfeld.

Wir können uns für das Hyperstar-Optiksystem ebenso verbürgen wie z.B. für unsere Filter. Wir haben die Hyperstar-Optiken hier an mehreren Celestron-SC und Edge-HD-Tuben getestet und sie funktionieren erschreckend gut. Erschreckend deshalb, weil damit eine ganze Reihe von wesentlich teureren Astro-Optiken aus unserem eigenen Lieferprogramm in der Leistungsfähigkeit deutlich übertroffen wird.

Beispielbilder, die mit dem HyperStar-System aufgenommen wurden, finden Sie unter Referenzbilder.


Was ist das Hyperstar-System - und wie funktioniert es?

HyperStar ist ein mehrlinsiges Korrektursystem, welches anstelle des normalen Fangspiegels in die Schmidt Korrektionsplatte des SC Teleskops eingesetzt wird. Die Fehlerkorrektur für Coma und Bildfeldwölbung des Hauptspiegels, die normalweise vom Fangspiegel korrigiert werden, übernimmt nun die HyperStar Optik, die mit modernster Optik Design Software gerechnet wurde. An diese wird dann frontseitig die CCD- oder die DSLR Kamera angeflanscht.

Im Ergebniss: Aus Ihrem Standard Celestron SC Teleskop wird ein digitales Schmidt Design für Ihre CCD- oder DSLR Kamera zur Fotografie im Primärfokus bei f/2 (C8, C11) und f/1,9 (C14).

Nun erst kann die um ein vielfaches höhere Effizienz der Digital- oder CCD kameras die legendäre Leistungsfähigkeit der Schmidtkamera nochmals dramatisch erhöhen. Keine andere Kombination wird dem gleichkommen. Grossflächige Himmelsüberwachung, Durchmusterungen, Kometenbeobachtungen aber auch normale Deep-Sky Fotografie lässt sich mit der digitalen Schmidt-Kamera wesentlich effizienter gestalten.

Nur nebenbei erwähnt: auch die weltweit größten Schmidt Teleskope - wie z.B. das im Bild rechts gezeigte Palomar Samuel Oschin Teleskop - werden zur Zeit mit ähnlichen optischen Systemen "digitalisiert".


An welchen SC-Teleskopen funktioniert Hyperstar?

Wir bieten die HyperStar Optiksätze zunächst für die C8, C11 und die C14 Optik an. Das Celestron C 925 ist vorerst NICHT adaptierbar, da das optische Design etwas abweichend ausgeführt ist.

DIREKT umrüstbar sind die oben genannten Teleskope in der Celestron FastStar Ausstattung. Hier wird einfach der Fangspiegel herausgeschraubt und die HyperStar Optik mit einem Adapterring eingeschraubt.

Für die oben genannten SC Teleskope in der NORMALEN Ausführung (außer C925) bieten wir mechanische Umrüstsätze an, die die Teleskope HyperStar kompatibel werden lassen.

Die C9.25-Teleskope in der normalen Ausführung können leider nicht für den HyperSstar kompatibel gemacht werden, weil das Loch in der Schmidtplatte kleiner ist als der Fangspiegel und dieser daher nicht entnommen werden kann, um den Hyperstar einzubauen.

Die technischen Daten

 

Technische Daten Celestron 8 Celestron 9.25 Celestron 11 Celestron 14
Brennweite (mm) 406 540 560 675
HyperStar BAckfokus (gerechnet jeweils ab der kameraseitigen Abschlussfläche des Hyperstar-Gehäses 39,8mm 59,7mm 59,7mm 69,4mm
Öffnungsverhältnis f/2.0 f/2.3 (SC)
f/2.0 (HD)
f/2.0 f/1.9
max. Feldgröße 4.0 Grad 2.8 Grad 2.9 Grad 2.4 Grad
max. Sensorgröße
(diagonal/mm)
27 27 27 27
Gewicht < 450 g < 800 g < 1 kg < 1.5 kg
Abmessung (mm) 81,3 x 76,2 155 x 105 114,3 x 109,2 154,9 x 124,5
Kamera Position frei rotierbar frei rotierbar frei rotierbar frei rotierbar
DSLR kompatibel * ja ja ja

*) auch die HyperStar Optik für das Celestron 8 ist natürlich DSLR kompatibel, ein Einsatz ist aber wegen der großen Obstruktion des Kameragehäuses im Vergleich zur Öffnung nicht sonderlich sinnvoll.


Einige Vorteile der Hyperstar Optik im Überblick

verwandelt Ihr "altes" Celestron SC Teleskop in eine digitale Schmidt Kamera (unter Erhaltung der weiteren Verwendung als Standard SC Optik)

Keine Probleme mit dem Hauptspiegelshifting

Ermöglicht eine extreme Reduzierung der Belichtungszeiten.

Dramatisch vereinfachte Nachführung. Sogar mit simpler azimutaler Nachführung wird Astrofotografie in höchster Qualität möglich.

Eine genaue Poljustage im mobilem Betrieb wird unnötig, da aufgrund der extrem kurzen Belichtungszeiten keine Abtrift in Deklination stört.

Lichtstärke und Feldgröße begünstigt die Astrofotografie mit Narrowband-Linienfiltern (geeignete Filter und Schnellwechselvorrichtungen sind in Vorbereitung, siehe hierzu auch den Punkt Zukunft).

DSLR-Kameras arbeiten bei f/2 optimal, da sie prinzipbedingt auf schnelle Öffnungsverhältnisse angewiesen sind.

Es ist keine teure Astro-Spezialoptik notwendig. Jedes Celestron 8"/11"/14" Schmidt Cassegrain Teleskop lässt sich mit Minimalaufwand in kürzester Zeit in eine digitale Schmidt-Kamera verwandeln. Ihre Celestron SC Optik wird somit zum "Multi Purpose" Teleskop - mit einer Variationsbreite im Öffnungsverhältnis, die mit keinem anderen Teleskopsystem (zu diesem Preis) erreichbar ist.

Bei den Hyperstar-Ansätzen für das 11" und das 14" ist der CANON-EOS-ADAPTER standardmässig bei jedem Hyperstar-Bildfeldebner dabei und im Preis enthalten, sofern nicht aus der untenstehenden Auswahlliste ausdrücklich ein anderer Kameraanschlussring bestellt wird.

Beim Hyperstar 8" ist der Starlight-Xpress Adapter standardmässig dabei und im Preis enthalten, sofern nicht aus der untenstehenden Auswahlliste ausdrücklich ein anderer Kameraanschlussring bestellt wird.

Folgende, weitere Adapter sind lieferbar:

Für C8/C11/C14: Für C11 / C14: Für C14:

DSI, DSI Pro Nikon ATIK 4000
Orion Starshoot Color I/II QSI Full Enclosure Orion Star Shoot Pro
QHY8, QHY8 Pro QSI Medium Enclosure Orion Star Shoot Pro v.2.0
SBIG ST-237 / 402 QSI WSG SBIG ST mit CFW
Starlight Xpress   SBIG ST ohne CFW
Stellacam / Mallincam  


Hyperstar - die Produkte

 

Artikel Celestron 8 Celestron 9.25 Celestron 11 Celestron 14
HyperStar Optik
für Celestron SC Optiken mit FastStar Ausstattung
BNr.:
#134 1008

BNr.:
#134 1011

(wie für C11)

BNr.:
#134 1011
BNr.:
#134 1014
FastStar Umbau Kit
für Celestron Optiken ohne FastStar #
BNr.:
#134 1508
nicht verfügbar BNr.:
#134 1511
BNr.:
#134 1514
Teleskop Umbau ## BNr.:
#900 2159
nicht verfügbar BNr.:
# 00 2160
BNr.:
#900 2161

# Das FastStar Umbau Kit enthält alle mechanischen Bauteile, die notwendig sind, um die HyperStar Optik an Standard Celestron SC Teleskope anschließen zu können. Eine Beschreibung, wie die Umrüstung erfolgt, finden Sie unter dem Punkt: Wichtige Downloads! Der Umbau eines C9.25 auf Fastar ist nicht möglich.

##Die Umrüstung eines Celestron SC Standard Teleskops mit dem Umbau Kit erfordert den mechanischen Ausbau der Schmidtplatte aus dem Tubus. Für unsere Kunden, die sich das selbst nicht zutrauen, bieten wir einen Umbau Service an. Die Preise in obiger Tabelle gelten für ein Celestron Teleskop im Originalzustand und schließen den Umbau, eine Reinigung der Optik und die optische Neujustage ein. Die Preise gelten NUR zusammen mit dem Erwerb einer Hyperstar Optik und dem Umbaukit.

Die aktuellen Preise finden Sie auf der Produktseite im Shop.

 

Beispielbild

Mit dem HyperStar-System reduzieren sich die Belichtungszeiten auf wenige Minuten, sodass Probleme mit der Nachführung der Vergangenheit angehören. Diese beiden Bilder wurden mit einer modifizierten Canon EOS 5DII an einem C11 aufgenommen, also mit einer Vollformatkamera. Digitalkameras mit APS-Chip haben einen kleineren Sensor, auf dem linken Bild wurde das Bildfeld einer APS-Kamera eingezeichnet.

Das linke Bild ist ein komplettes, außer der jpg Umwandlung völlig unbearbeitetes Rohbild, 30 Sekunden BLZ, 1600 ASA in das wir einen APS-Sensor großes Rechteck eingefügt haben. Die Bildschärfe außerhalb des eingezeichneten 27mm Feldes, für das der Hyperstar eigentlich gerechnet wurde, ist noch erstaunlich, die Vignettierung durch den Kamerabody sichtbar.

Das rechte Bild ist ein Komposit aus 4x60 Sekunden bei 800 ASA, ebenfalls am C11 mit Hyperstar, mit Dunkelbild und Flatfield Abzug. Vielen Dank für die Hilfe bei der Bearbeitung an Rolf Geissinger! Oben rechts in der Ecke ist uns zwar die Justage nicht ganz geglückt, aber wie gesagt - das ist Vollformat und nicht 27mm, wofür der Hyperstar eigentlich gerechnet ist.

Klicken Sie die Bilder an, um zur vollen Auflösung zu gelangen.

 

Hyperstar und die Celestron-SC-Zukunft

Die Edge-HD-Teleskope sind die neueste Generation der Celestron Schmidt-Cassegrain-Teleskope. Diese besitzen u.a.

  • eine fest eingebaute Bildfeldebnung im Sky Baffle,
  • eine Hauptspiegelbelüftung und
  • eine Hauptspiegelarretierung (Celestron Mirror Lock).

Wir konnten in Mammendorf eines der ersten 11" Prototypen testen und die fotografischen Bildergebnisse lassen einen "großen Wurf" von Celestron erwarten. Man könnte diese Geräte auch als f/10 Astrographen bezeichnen.

Selbstverständlich ist die neue SC Generation von Celestron zur HyperStar Optik voll kompatibel. Wir selbst sind in Mammendorf mit der Entwicklung von geeigneten Filtern (was für ein Öffnungsverhältnis von f/2 eine technisch außergewöhnliche Herausforderung ist) und Schnellwechselvorrichtungen beschäftigt.

Mehr zu den Celestron EdgeHD Teleskopen zeigen wir hier.

Unter dieser URL können Sie bereits Testbilder einiger amerikanischer Astrofotografen der neuen Celestron SC Generation anschauen.

 


FAQ

F.: Wie wird bei der Fotografie mit der HyperStar Optik fokussiert?
A.: Ganz normal über den Hauptspiegel, wie in der Standardversion auch!

F.: Kann ich durch die FastStar Optik auch visuell beobachten?
A.: NEIN, auf keinem Fall, da sich der Kopf des Beobachters dann VOR der Schmidplatte befindet. Die Obstruktion wäre riesig!

F.: Wie störend ist das Spiegelshifting bei der Fokussierung?
A.: Dadurch dass der sekundäre Spiegel entfernt ist, entfällt die 5 fache Vergrößerung eines f/10 SC-System. Dies bedeutet, dass sich auch das Spiegelshifting um das 5 fache weniger auswirkt. Spiegelshifting ist dadurch kein Problem mehr!

F.: Wie gut ist die Abbildungsqualität?
A.: Die Qualität ist vergleichbar mit der eines astrofotografischen RC Systems, die Auflösung ist selbst für semi-professionelle Kameras wie die ST-10 von SBIG angepasst. Die Sterne sind wesentlich feiner als mit f10!

F.: Ist die Obstruktion durch die Kamera nicht störend?
A.: Die Obstruktion ist für fotografische Anwendungen nicht so kritisch wie bei der visuellen Beobachtung. Daher haben z.B. nahezu alle professionellen Spiegelteleskope mit mehreren Metern Durchmesser eine deutlich größere Obstruktion als ein SC mit Hyperstar und DSLR!

F.: Wie steht es mit der Kollimation der Hyperstar Optik?
A.: Die HyperStar Optik wird beim ersten Einsatz einmalig kollimiert. Das Zurückwechseln des HyperStar zur Standardversion erfordert keine Neukollimierung, weil der nomale Fangspiegel als justierte komplette Einheit heraus- und anschließend wieder eingeschraubt wird!

F.: Hat der Einsatz der HyperStar Optik irgendwelche Nachteile?
A.: Ja, Sie werden in klaren mondlosen Nächten nicht mehr ins Bett wollen!
Die Hyperstar-Optik ist der schnellste und einfachste Weg zur Deep-Sky Aufnahme. Keine Poljustage, keine parallaktische Montierung, kein Guiding. Hyperstar verwandelt jedes 8"/11"/14" Celestron SC Teleskop in eine ultraschnelle, digitale Schmidtkamera. DeepSky Aufnahmen benötigen nur Sekunden anstatt von Stunden.

Astrofotografie war nie einfacher!


Wichtige und informative Downloads (PDF)

 

Abbildungen, von links nach rechts: Pferdekopfnebel und NGC 2044, aufgenommen mit C8 und HyperStar; das HyperStar Element; C8, HyperStar und StarLight CCD Kamera und IC 29, IC 63 Nebel um Gamma Cass, aufgenommen mit einem Celestron 8 und HyperStar. Copyright alle vier Bilder: Starizona, USA.

NOCH FRAGEN? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Email. Wir werden uns bemühen, Ihre speziellen Fragen zu beantworten.

Referenzbilder

Das HyperStar-System, mit dem aus einem Schmidt-Cassegrain eine lichtstarke Schmidt-Kamera wird, ist nun seit einiger Zeit im Einsatz, sodass uns die ersten Ergebnisse unserer Kunden erreichen. Die beeindruckenden Aufnahmen wollen wir Ihnen nicht vorenthalten.


Franz Hofmann - EdgeHD 11" auf CGEM

Franz Hofmann arbeitet "transportabel" auf einer Terrasse in einem Mehrfamilienhaus vom südlichen Standrand Hannovers und benutzt ein Celestron CGEM 1100 Edge HD Teleskop. Die Karte zeigt die Lage des Beobachtungsortes in Bezug auf das Stadzentrum von Hannover, das Bild links sein Teleskopsetup.

Da in der Nähe einige Sportplätze liegen die abends mit Flutlicht beleuchtet sind, kommt häufig ein CLS Filter zum Einsatz. Die folgenden Bilder sind nahezu unbeschnitten, die Guidingkontrolle erfolgte über einen 8x50-Sucher..

Alle Aufnahmen wurden mit einer von Baader modifizierten Canon EOS 1000DA aufgenommen. Die den Vorschaubildern hinterlegten Aufnahmen zeigen die Originalgröße im Maßstab 1:1. Bildverarbeitung: Fitswork, Regim, Photoshop.

© powered by google

IC 405 - 169 Einzelbilder, je 60 Sekunden belichtet IC 2162 - 129 Einzelbilder, je 60 Sekunden belichtet
NGC 2174 - 132 Einzelbilder, je 60 Sekunden belichtet M81/M82 - 136 Einzelbilder, je 60 Sekunden belichtet


Weitere Bilder und Informationen auf der Homepage von Herrn Hofmann

Die Links in den Bildunterschriften führen jeweils zu den entsprechenden Seiten auf der Homepage von Herrn Hofmann. Dort finden Sie weiterführende Information zur Aufnahme und zu den Objekten. Diese Seiten werden in einem separaten Browserfenster geöffnet.
M97/M108-109 Einzelbilder, je 60 Sekunden belichtet


Wolfgang Paech - nachgerüstetes 11"-Schmidt-Cassegrain

Im Juli hatte ich die Möglichkeit einige Testaufnahmen mit einem an ein altes Celestron 11 adaptiertes HyperStar System mit meiner BAADER modifizierten Canon EOS 40 D aufzunehmen. Das Bild rechts zeigt das Instrument, welches zusammen mit zwei Refraktoren auf einer ALT 6ADN montiert war. Standort des Equipments war die Farm Rooisand in Namibia.

Das C11 älteren Baujahrs war nicht FastStar tauglich und wurde von zwei Mitarbeitern der Firma Baader so umgerüstet, dass das HyperStar System adaptiert werden konnte.

Leider hatte ich nur wenig Zeit zur Verfügung, so dass ich an dieser Stelle nur zwei Bildergebnisse präsentiert werden können, die aber eindrucksvoll belegen, welche Möglichkeiten das System eröffnet.

Alle folgenden Vorschaubilder können durch Anklicken vergrößert werden.

Kurz nach Sonnenuntergang wurden erste terrestrische Bilder aufgenommen. Zum einen, um die Vignettierung besser erkennen zu können, zum anderen um einen groben Überblick auf die Fokustoleranz zu erhalten, die ja bei einem f/2 Strahlengang extrem gering ist.


Das folgende Bild zeigt das volle Feld der Canon 40D und die geringe sichtbare Vignettierung resultiert nicht aus dem HyperStar System, sondern aus dem zu engen Spiegelgehäuse der 40 D. Sie ist so gering, dass sie in der Bildverarbeitung leicht entfernbar ist.

Die Fokussierung des Bildes erwies sich als erstaunlich unproblematisch, denn der Fokustoleranzbereich ist erstaunlich breit. Die eigentlich immer problematische Fokussierung über den "kippenden" Hauptspiegel gelang auf Anhieb. Aus meinen Erfahrungen mit "schnellen" optischen Systemen wie den Lichtenknecker Flatfieldkameras hatte ich mehr Probleme erwartet.

Problematischer ist dagegen das HyperStar System sauber zu kollimieren. In Folge der Erwärmung durch die Namibische Sonne hatten sich die Justageschrauben nach der sauberen Justierung durch die Baader Leute der vergangenen Nacht gelöst und das System musste neu kollimiert werden, was mit dem unsymmetrischen Kameragehäuse nicht so einfach war. Deswegen wurde eine Blende geschnitten, die das Kameragehäuses abdeckte, die für die eigentlichen Aufnahmen später natürlich wieder entfernt wurde.

Für Beobachter, die ohne "zweiten Mann" kollimieren müssen gibt es eine Freeware Software, die zur Justage von SC-Systemen ALLER Art fanstatisch geeignet ist. Das Programm heißt AstroRaster (http://www.gosky.de/Software1.htm), wird aber offenbar leider vom Programmierer - Bernd Marquardt - nicht weiter gepflegt. Diese Software projiziert verschiedene Gitternetze als Overlay auf den Bildschirm, die in der Transparenz einstellbar sind.

So kann AstroRaster zwei - in ihrem Durchmesser unabhängig einstellbare - zentrische Kreise einblenden, mit denen man ein SC Teleskop sauber kollimieren kann.

Die beiden Bilder oben zeigen Screenshots von AstroRaster und der Blende - auch die Kabelverbindungen zur 40 D sind sichtbar.

Doch genug zur Technik und zu den Ergebnissen:

Ausgesucht wurden für die Testaufnahmen die beiden Highlights des südlichen Himmels, auch weil Bilder dieser Objekte für Vergleiche im Web weit verbreitet sind.


Die Bilddaten: links der Eta Carina Komplex. Addition von 10 Einzelbildern 1600 ASA, je 30 Sekunden belichtet. Rechts Omega Centauri, Addition von 10 Einzelbildern bei 500 ASA, je 30 Sekunden belichtet.

Die Alt Montierung lief frei, also kein Guiding. Es wurden keine Flatfield- und keine Dunkelbilder aufgenommen, denn bei diesen kurzen Belichtungszeiten ist die 40 D praktisch rauschfrei. Die Umgebungstemperatur lag bei ca. 20 Grad Celsius. Die Bilder sind um ca. 10% am Rand beschnitten. Die Vorschaubilder können durch Anklicken vergrößert werden.

 

 

Links können Sie jeweils ein völlig unbearbeitetes Rohbild von Eta Carina und Omega Centauri durch Anklicken in Originalgröße im Format 3888 x 2592 Pixel anschauen.

Schaut man sich die äußersten Bildecken der Bilder in Originalgröße an, so sieht man, dass die Justage nicht 100% gelungen war.

Schaut man sich hellere Sterne im Eta Carina Bild an, so sieht man "unschöne" Beugungseffekte durch die Kabelverbindungen zum Kamerahäuse.

Letzteres lässt sich sicher durch eine Konstruktion von vier Streben, an denen die Kabel sauber entlang geführt werden und die vor der Schmidtplatte montiert wird, wirkungsvoll verhindern. Bleibt die kritische Justage, die aber sicher bei mehr Einarbeitung ebenfalls in den Griff zu bekommen ist.

Auf jedem Fall bietet das HyperStar System im Einsatz unter dunklem Himmel großartige Perspektiven und ein enormes Potential, denn

  • die Nachführung ist unkrtitisch,
  • die Fokussierung ist unproblematisch,
  • das nutzbare Gesichtsfeld am C11 ist enorm und
  • der Zeitgewinn ist dank der kurzen Belichtungszeiten (ohne Dunkelbilder) sehr groß.

Wolfgang Paech, Oktober 2010


Team Baader - nachgerüstetes 11"-Schmidt-Cassegrain

Folgend 3 Bildbeispiele, die Mitarbeiter der Firma Baader an oben beschriebenen Equipment einige Nächte vorher aufgenommen haben. Montiert war das C11 allerdings noch auf einer älteren Atlux Montierung. Auch alle Einzelbilder dieser drei Beispiele wurden bei freilaufender Montierung - also ohne Tracking Kontrolle - belichtet. Kamera war eine Baader modifizierte Canon EOS 5D Mk II. Die Vorschaubilder können durch Anklicken vergrößert werden.

 

Die Bilddaten (von links nach rechts):

  • IC 2944, großer offener Sternhaufen und Nebelkomplex um den Stern Lambda Centauri, 12 x 60 Sekunden,
  • NGC 6723, Kugelsternhaufen, blaue Reflexionsnebel und große Molekülwolke in der südlichen Krone, 9 x 90 Sekunden und
  • IC 4628, lichtschwache H-alpha Region im Skorpion mit den offenen Sternhaufen NGC 6231, NGC 6281 und NGC 6242, 17 x 60 Sekunden.


Rolf Geissinger - 11"-EdgeHD

Das Bild des Orionnebels ist ein Vergleich C11 fokal und C11 mit HyperStar und zeigt den dramatischen Gewinn an Gesichtsfeldgröße. Klicken Sie hier oder auf das Vorschaubild zum Laden einer größeren Version des Bildes.

Die Aufnahme stammt von Herrn Geissinger und wurde mit einem Edge HD 1100 Tubus und einer ALCCD Kamera 6c. Belichtet wurde 33 x 120 Sekunden ohne Guiding.

 

Edge HD

Die CGEM EdgeHD Teleskope vereinen die neue computergesteuerte parallaktische CGEM-Montierung mit den neuen Edge-HD-Optiken. Mit bis zu 11 Zoll Öffnung, unserer modernen StarBright-XLT-Vergütung und beugungsbegrenzten Optiken sind die EdgeHD-Teleskope echte Astrographen.

EdgeHD Optics

Neues optisches Design
Die EdgeHD Optiken (Edge High Definition) vereinen die kompakte Bauform eines Schmidt-Cassegrains mit deutlich verbesserter Abbildung am Bildrand. Dieses Optiksystem bietet nicht nur Eigenschaften von Astrographen sondern es produziert völlig unverzerrte, scharfe Bilder bis zum Rand (= "Edge") des großen visuellen und fotografischen Gesichtsfeldes. Dabei wird nicht nur die Koma außerhalb der optischen Achse korrigiert - wie bei anderen am Markt erhältlichen sogenannten "komafreien" Optik-Designs (siehe auch unser Testbild) - sondern auch die Bildfeldwölbung!

Der Unterschied
Viele optische Systeme werden als "Astrographen" propagiert; sie produzieren die begehrte "pinpoint" Sternabbildung jedoch entlang einer gekrümmten Bildebene. Auf Aufnahmen mit modernen CCD Kameras ist die Folge eine auffällige Bildfeldwölbung die zum Bildfeldrand hin zunimmt und umso stärker wird, je größer der Chip ist; d.h.die Sterne bleiben zwar rund, werden aber zum Rand hin in kleine Ringlein ("donuts") aufgebläht.

Bei den CELESTRON Edge HD Teleskopen wird neben der Koma auch diese Bildfeldwölbung bis zum Rand hin auskorrigiert so dass selbst Aufnahmen mit großen CCD-Chips völlig scharf sind, mit gleichförmig grosser Sternabbildung über den ganzen Chip - bis hin in die Ecken des Bildfeldes.

Dadurch werden auch Auflösung und Grenzgröße im Vergleich zu konkurrierenden Optiksystemen ähnlicher Öffnung deutlich verbessert. Die Celestron XLT Multivergütung verhilft den Edge HD-Optiken darüberhinaus zu einer deutlichen Performance-Steigerung gegenüber ähnlichen Systemen am Markt.

Die EdgeHD-Optiken bilden in der Bildfeldebene dreimal flacher ab als ein Standard-Schmidt-Cassegrain. Dabei werden die Sterne auf dem gesamten Chip einer Nikon D3 oder Canon 5D beugungsbegrenzt abgebildet!

EdgeHD Comparison

Neben der neuen Optik wurden auch Mechanik und Tubus von Grund auf überarbeitet. Zu den Neuerungen gehören:

Spiegelfeststeller halten den Hauptspiegel in jeder beliebigen Fokusposition fest, ohne Druck auf die optischen Elemente auszuüben. Das Bild bleibt immer stabil auf dem Chip, auch bei langen Belichtungszeiten.

Belüftungsöffnungen hinter dem Hauptspiegel sorgen für raschen Luftaustausch, sodass die Optik konkurrenzlos schnell auskühlt. Dank eines Luftfiltersystems kommt dabei kein Staub in den Tubus.

HyperStar-kompatibel – Bei allen EdgeHD-Tuben können Sie den Fangspiegel entfernen und ersetzen. Das Ergebnis: Aus Ihrem Standard Celestron EdgeHD Teleskop wird mit der optionalen HyperStar-Optik ein digitales Schmidt Design für Ihre CCD- oder DSLR Kamera zur Fotografie im Primärfokus bei f/2 (C8, C11) und f/1.9 (C14). Das HyperStar-System ist für das C9,25 nicht erhältlich.

Angepasste Telekompressoren (f/7.5) und Barlowlinsen (f/20) befinden sich in der Entwicklung

Axiom Okulare - Die Modelle CGEM 925 HD & 1100 HD werden mit einem Axiom-Okular von Celestron ausgeliefert. Bei 23mm Brennweite und 82° Eigengesichtsfeld erhalten Sie eine beeindruckende Kombination aus Vergrößerung und Gesichtsfeld.

Klicken Sie hier für ein PDF, in dem das EdgeHD-System ausführlich vorgestellt wird: EdgeHD (englisch, ca. 6MB).

StarBright XLT

Ein sehr wichtiger Faktor bei der Bewertung der Leistung von Teleskopen ist die Transmission (der Anteil des einfallenden Lichts, der in der Bildebene ankommt). Das XLT-System verwirklicht zwei entscheidende Ziele: Eine Vergütung, die sowohl für den visuellen Einsatz als auch für die CCD-Fotografie absolute Höchstleistung bringt.

Die wesentlichen Punkte des StarBright®-XLT-Systems:

  1. Einzigartige hochreflektive Mehrfach-Spiegelbeschichtungen
    Die SC-Spiegelbeschichtungen bestehen aus präzise aufgebrachten Schichten aus Aluminium (Al), Quarz (SiO2), Titandioxid (TiO2) und wieder Quarz (Si02). Die Reflektivität ist über das Spektrum hinweg konstant, und die drei Vergütungsschichten bieten einen hervoragenden Schutz gegen die Alterung der Spiegelfläche.
  2. Mehrschicht-Linsenvergütung (MC) zur Reflexionsunterdrückung
    Diese Vergütung besteht aus exakt dimensionierten Schichten von Magnesiumfluorid (MgF2) und Hafniumdioxid (HfO2). Als Ergebnis ist die Frontlinse reflexfrei und nahezu unsichtbar.
  3. Kristallklares, hochdurchlässiges und farbstichfreies Glas In allen Celestron-Schmidt-Cassegrain-Systemen mit optionaler StarBright-XLTVergütung wird für die Korrektionsplatte kristallklares Glas statt Kalknatronglas verwendet. Dieses Glas liefert unvergütet ca. 90,5% Transmission, 3,5% besser als die des unvergüteten Kalknatronglases. In Verbindung mit der StarBright®-XLT-Vergütung erreicht seine Transmission 97,4%, also eine Steigerung um 8%!

Diese drei Komponenten der StarBright®-XLT-Technologie liefern die derzeit höchste Lichttransmission aller SC-Teleskope am Markt. Das Transmissionsmaximum des Systems beträgt 89% bei 520 nm (dort hat das dunkeladaptierte menschliche Auge seine höchste Lichtempfindlichkeit), und die durchschnittliche, über das gesamte visuelle Spektrum von 400 nm bis 750 nm gemittelte Transmission beträgt 83,5%.

GPS

Eingebautes GPS

Der integrierte GPS-Empfänder der CPC-Teleskope empfängt automatisch Daten der GPS-Satelliten im Erdorbit und bestimmt so den exakten Standort des Teleskops. So müssen Sie nicht mehr Ort, Zeit, Datum und Koordinaten manuell eingeben, sondern können gleich mit dem Alignment beginnen.

GPS-kompatibel

Die NexStar SLT, NexStar SE, Advanced GT und CGE-Teleskope sind GPS-kompatibel. Mit einem optionalen GPS-Empfänger können auch diese Teleskope automatisch Ort und Zeit bestimmen. Das spart Ihnen nicht nur Zeit, sondern hilft auch, die Genauigkeit des Alignments zu erhöhen.

SkyAlign

SkyAlign™
So einfach war das Einrichten eines Teleskops noch nie!

Geben Sie Datum, Zeit und Ort ein (GPS-Modelle ermitteln diese Daten automatisch) und peilen Sie dann drei beliebige helle Sterne Ihrer Wahl an. Sie brauchen die Namen dieser Sterne nicht zu kennen, und Sie können sogar helle Planeten oder den Mond wählen! Das NexStar-Computersystem identifiziert diese Sterne und justiert das Teleskop korrekt ein. Es gehört zur Serienausstattung der NexStar SLT und SE sowie der CPC-Teleskope.

Der Teleskoptubus braucht weder nach Norden noch mit der Wasserwaage ausgerichtet zu werden; auch die Ausgangsstellung spielt keine Rolle. Das funktioniert sogar von Ihrer Balkonsternwarte aus ohne Sicht auf den Polarstern.

Was ist Alignment?

Um Ihr Ziel zu finden, müssen Sie zuerst einmal wissen, wo Sie gerade sind - und genau darum geht es auch beim Alignment eines computergesteuerten Teleskops. Die Software muss wissen, wie das Teleskop im Augenblick in Bezug auf den Himmel ausgerichtet ist, damit es all die Ziele findet, die in der Handsteuerbox eingespeichert sind.

Keine Raterei mehr

Bei anderen Methoden, um ein computergesteuertes Teleskop in Betrieb zu nehmen, müssen Sie Referenzsterne einstellen - und wissen, welche Sterne Sie eingestellt haben. Wenn Sie nicht wissen, ob Sie gerade Castor oder Pollux eingestellt haben, müssen Sie entweder raten oder in einer Sternkarte nachschlagen. SkyAlign ist die einzige Alignment-Methode, bei der Sie nicht wissen müssen, welche Sterne Sie gerade angepeilt haben - und SkyAlign gibt es nur bei Celestron.

Wie funktioniert das?

Die NexStar®-Software berechnet mit SkyAlign die Winkel zwischen den angepeilten Objekten, vergleicht sie mit bekannten Werten aller gespeicherten Objekte und erkennt so, welche Objekte Sie angepeilt hatten. Im Display erfahren Sie zur Bestätigung sogar, welche Objekte Sie eingestellt haben!

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Welche Teleskope gibt es mit SkyAlign?

SkyAlign ist Standard bei den CPC-, NexStar-SE-, NexStar-SLT- und den LCM-Teleskopen.

Funktioniert SkyAlign auch mit parallaktisch montierten Teleskopen, oder beim Einsatz einer Polhöhenwiege?

SkyAlign kann derzeit nur bei azimutal aufgestellten Teleskopen eingesetzt werden. Mit parallaktisch montierten Teleskopen (auch beim Einsatz einer azimutalen Montierung auf einer Polhöhe) funktioniert es nicht.

Funktioniert SkyAlign auch mit älteren computergesteuerten Celestron-Teleskopen?

SkyAlign funktioniert mit azimutal montierten, computergesteuerten Celestron-Teleskopen, die mit der NexStar-Software betrieben werden. Das gilt jedoch nicht für die ursprünglichen NexStar-5- und NexStar-8-Modelle. Sie benötigen dafür jedoch einen neuen, flash-upgradebaren Handkontroller. Fragen Sie uns oder Ihren Händler, ob Ihr Teleskop SkyAlign unterstützt.

Was muss ich tun, damit SkyAlign funktioniert?

  1. Stellen Sie das Stativ waagrecht auf
    Stellen Sie sicher, dass das Stativ eben steht. Die Software geht davon aus, dass die Montierung waagrecht ausgerichtet ist. Wenn das Alignment erfolgreich abgeschlossen ist, sind Goto und Nachführung nicht mehr von exakten Ausrichtung abhängig - natürlich müssen Sie aber ein neues Alignment durchführen, wenn Sie das Stativ bewegen. Trotzdem müssen Sie das Stativ nicht perfekt ausrichten - nah dran ist gut genug. Die CPC- und NexStar-SLT-Teleskope haben eine Dosenlibelle, die beim Ausrichten helfen.
  2. Stellen Sie die korrekte Zeit ein.
    Wenn Sie ein Teleskop ohne GPS-Empfänger haben, müssen Sie die Zeit mit einer Genauigkeit von ein paar Minuten eingeben. Wählen Sie außerdem eine Stadt aus, die nicht weiter als 70 km von Ihrem Standort entfernt ist, oder geben Sie die Koordinaten manuell ein.
  3. Nutzen Sie helle Sterne
    Nur Sterne heller als 2,5m werden für die SkyAlign-Prozedur genutzt. Fahren Sie also am besten die drei hellsten Sterne an, die Sie sehen. Sie können auch die vier hellsten Planeten (Venus, Jupiter, Saturn und Mars) als Referenzobjekte nutzen. Sogar der Mond ist möglich - wegen seiner Geschwindigkeit und seiner Größe ist es jedoch besser, nur Sterne und Planeten zu nutzen, so ist das Alignment genauer.
  4. Wählen Sie Sterne, die weit auseinander stehen
    Je weiter die Referenzsterne von einander entfernt sind, umso besser. Nur die beiden Ziele, die am weitesten voneinander entfernt sind, werden für die eigentliche Berechnung genutzt; das dritte dient nur zur Überprüfung.

Wie läuft das Alignment mit SkyAlign ab?

  1. Stellen Sie das Stativ waagrecht auf.
  2. Montieren Sie Teleskop und Montierung azimutal, also ohne Polhöhenwiege. SkyAlign funktioniert nicht mit parallaktisch montierten Teleskopen.
  3. Schalten Sie das Teleskop an.
  4. Drücken Sie ENTER, um zu beginnen, und erneut ENTER, wenn der Handkontroller SKYALIGN anzeigt. Der Handkontroller wird entweder die aktuelle Zeit anzeigen oder die Zeit, als Sie das Teleskop zuletzt benutzt haben. In der oberen Zeile sehen Sie den Lauftext "Enter if OK" und "UNDO to edit".
  5. Wenn Ihr Teleskop einen GPS-Empfänger hat, wird dieser nach kurzer Zeit Datum, Uhrzeit und Standort übernehmen - Sie können dann mit Schritt 7 fortfahren.
  6. Wenn Sie ungeduldig sind, schlechten GPS-Empfang haben oder keinen GPS-Empfänger besitzen, benutzden Sie die UP- und DOWN-Tasten (Tasten 6 und 9 des Handkontrollers), um Datum und Zeit anzeigen zu lassen. Wenn sie korrekt sind, drücken Sie ENTER, um die Werte zu akzeptieren und fortzufahren. Für Korrekturen drücken Sie UNDO und geben die richtigen Werte ein. Dann sehen Sie eine kurze Info zu den nächsten Schritten - drücken Sie ENTER, um fortzufahren. Die Art der Eingabe der Zeit hängt von der jeweiligen Montierung ab.
  7. Das Display fordert Sie nun auf, das erste Objekt einzustellen. Suchen Sie sich am Himmel ndrei helle Objekte aus - zumindest zwei davon sollten einen möglichst großen Abstand von einander haben.
  8. Fahren Sie mit den Pfeiltasten ein möglichst helles Objekt an. Zentrieren Sie es im Sucher und drücken Sie ENTER; anschließend zentrieren Sie es im Okular und bestätigen mit ALIGN.
  9. Wiederholen Sie Schritt 7 für zwei weitere Referenzobjekte - fertig!
  10. Der Handkontroller zeigt "Match confirmed" an. Sie können sich die Referenzobjekte mit ENTER anzeigen lassen oder UNDO drücken, um mit dem Beobachten zu beginnen.

AllStar Polar Alignment

Parallaktische Montierungen (German Equatorial Mounts - GEM) sind das Mittel der Wahl für die Astrofotografie. Einmal parallel zur Erdachse ausgerichtet, muss nur noch in einer Achse nachgeführt werden, und durch Verschieben der Gegengewichte und des Tubus lassen sie sich perfekt ausbalancieren. Eine exakte NAchführung hängt aber immer von der exakten Einnordung ab. Ohne Hilfe kann das sehr aufwendig sein.

Parallaktische Celestron-Montierungen verfügen über eine neue, innovative Prozedur zum Einnorden: All-Star™.

All-Star Alignment benötigt nur einen beliebigen hellen Stern – es muss nicht einmal der Polarstern sein. Um die Montierung einzunorden, stellen Sie einen hellen Stern ein und folgen dann den Anweisungen der Computersteuerung.

Wie es funktioniert

Wenn Ihr Teleskop einmal grob auf den Polarstern ausgerichtet ist und das normale Alignment der Comuptersteuerung mit zwei hellen Sternen durchgeführt wurde, können Sie mit All-Star einen Stern aus einer Liste im Handkontroller auswählen, um die Montierung perfekt auf den Himmelspol auszurichten. Über die SYNC-Funktion können Sie einen hellen Stern mit hoher Genauigkeit anfahren. Die Montierung schwenkt das Teleskop dorthin, wo der Stern stünde, wenn die Montierung perfekt eingenordet wäre. Wenn Sie den Stern nun über die Azimut- und Polhöheneinstellung der Montierung zentrieren, richten Sie gleichzeitig die Montierung auf den Himmelspol aus.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Kann ich Polaris nutzen, um mein Teleskop auszurichten?
Da Polaris sehr nah am nördlichen Himmelspol steht und nicht immer sichtbar ist, wird er für die AllStar-Methode nicht empfohlen. Andere Sterne zu benutzen hat folgende Vorteile:

  • Polaris ist nicht immer sichtbar. Mit AllStar-Align können Sie Ihr Teleskop auch einnorden, wenn z.B. Bäume den Blick nach Norden versperren - Ihnen steht eine Vielzahl auffälliger Sterne zur Verfügung.
  • Wenn Sie einen weit vom Himmelspol entfernten Stern nutzen, erreichen Sie eine höhere Genauigkeit bim Einstellen.

Welche Sterne sind am besten geeignet?
Benutzen Sie nach Möglichkeit einen hellen Stern in der Nähe des Meridians, möglichst nahe am Himmelsäquator. Vermeiden Sie horizontnahe Sterne oder solche direkt im Zenit, da sie über die Stellschrauben schwerer einzustellen sind. Auch Sterne in der Nähe des Himmelspols sind weniger gut geeignet als solche in größerer Entfernung.

Geht mein Alignment durch das All-Star-Alignment verloren?
Nein, Sie müssen keine neuen Referenzsterne einstellen. Allerdings kann die Genauigkeit des GoTo leiden - je nachdem, wie stark Sie beim Einnorden korrigieren mussten. Obwohl die Nachführung nun sehr genau ist, kann die GoTo-Genauigkeit leiden - was vor allem dann auffällt, wenn Sie ein kleines Objekt mit einer CCD-Kamera fotografieren wollen. Bei größeren Korrekturen sollten Sie daher neue Referenzsterne einstellen.

Wie gehe ich beim All-Star-Alihnment vor?

  1. Initialisieren Sie das Teleskop mit der "Two-Star Alignment" Methode.
  2. Wählen Sie einen geeigneten hellen Stern aus der Datenbank des Handkontrollers und fahren Sie diesen an.
  3. Drücken Sie die ALIGN-Taste und wählen Sie Polar Align => Align Mount aus der Liste
  4. Das Teleskop wird dann den Alignment-Stern anfahren und Sie auffordern, ihn im Okular zu zentrieren, um auf diesen Stern zu synchronisieren (Sync).
  5. Das Teleskop wird die Position anfahren, an der der Stern stehen würde, wenn das Teleskop perfekt eingenordet wäre.
  6. Benutzen Sie die Stellschrauben der Montierung für Azimut und Polhöhe, um den Stern im Okular zu zentrieren. Drücken Sie ALIGN.
  7. Falls nötig, führen Sie das Two-Star Alignment erneut durch.

NexStar

Mit der NexStar-Steuerung können Sie die computergesteuerten Celestron-Teleskope komfortabel bedienen. Die Software der Handsteuerbox leitet Sie durch die für die Initiierung (das „Alignment“ nötigen Schritte. Sobald das Teleskop initiiert wurde, können Sie beobachten. Mit den Pfeiltasten lässt sich das Fernrohr mit verschiedenen Geschwindigkeiten schwenken, und auf mehrere wichtige Kataloge haben Sie Direktzugriff über die Tastatur: Drücken Sie einfach die Taste für den Messier-, den NGC- oder den Caldwell-Katalog und tippen Sie
die Katalognummer des Objekts ein, das Sie sehen wollen. Anschließend fährt das Teleskop automatisch zu dem Ziel.

Wenn Sie nicht wissen, was es gerade zu sehen gibt, können Sie über die Tour-Funktion Beobachtungsvorschläge abrufen: Die Steuerung weiß, welche besonders eindrucksvollen Objekte gerade von Ihrem Standort aus über dem Horizont stehen. Zu vielen Objekten können Sie auch weitere Informationen abrufen, so dass schwere Sternatlanten oder sonstige Literatur zuhause bleiben kann. Natürlich ist die Tastatur so beleuchtet, dass sie Sie nicht blendet.

NexRemote

Bei der Entwicklung der Teleskop-Fernsteuerungs-Software NexRemote™ konnte Celestron auf über zwei Jahrzehnte Erfahrungen mit Computersteuerungen zurückgreifen. Mit NexRemote können Sie sämtliche Funktionen der Celestron-Handsteuerung vom PC oder Laptop aus steuern. Die Software wurde für Teleskope mit dem NexStar-Steuersystem entwickelt, unter anderem die NexStar-SLT-, Advanced-, CPC-, CGE- und CGEM-Serie. NexRemote gehört zum Lieferumfang der CPC- und CGEM-Serie sowie der CGE Pro.

NexRemote bildet auf dem Computer alle Funktionen und Bedienelemente der computerisierten Celestron-Handsteuerung nach. Zusätzlich bietet sie folgende Funktionen:

  • NexRemote-Sprachausgabe – So können Sie durchs Okular beobachten, statt ständig auf den LCD-Monitor zu schauen 
  • Freie Wahl von Beobachtungszielen und deren Reihenfolge
  • Erstellen und speichern Sie individuelle Himmelstouren
  • Night-Vision-Modus – zur Förderung der Dunkeladaption der Augen – trotz der Laptop-Monitor-Beleuchtung
  • Kabellose Teleskopsteuerung mit optionaler Game-Pad-Unterstützung
  • Benutzen Sie Ihr eigenes GPS-Gerät
  • NexRemote-Updates über das Internet (für englische Sprachversionen)

Die NexRemote-Sofware wird mit einem RS-232-Kabel zur Verbindung des Celestron-Teleskops mit einem PC geliefert. Die Software ist auch getrennt als Set mit Lizenz, RS-232-Kabel und seriellem USB-Adapter erhältlich (Best.-Nr. 821905).

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